Kinder- und Jugendpreis Thüringen 2018

Mein Leben in der digitalen Welt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Zuge meines Dualen Studiums bei der Sozialpädagogischen Familienhilfe Bad Langensalza nahm ich, Franziska Wörner, stellvertretend für die THEPRA mit vier Kindern an der Thüringer Kinder- und Jugendpreisausschreibung 2018 zum Thema 'Mein Leben in der digitalen Welt' teil. Bei diesem Preisausschreiben handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Sparkassen Finanzgruppe Hessen-Thüringen und der Paritätischen BuntStiftung unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow. Die Initiatoren erhoffen sich durch das Ausschreiben Projekte der Teilnehmer, die Einblick in die Erfahrungen und Meinungen der Kinder und Jugendlichen zu der heutigen, digitalen Welt ermöglichen. Einschränkungen bezüglich der Umsetzung dieser Projekte gibt es nicht, der Kreativität ist freien Lauf gelassen. Für die Teilnahme an dem Preisausschreiben nahm ich mir vier Kinder zur Seite, um gemeinsam mit diesen an der Umsetzung eines Projekts zu arbeiten. Die Gruppe der Kinder setzte sich aus zwei Kindern der SPFH Bad Langensalza und zwei Kindern der Sozialpädagogischen Kinder- und Jugendwohngruppe 'Aufwind' im Alter von 11 und 12 Jahren zusammen.

Um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, setzten sich die vier Kinder zunächst mit dem Thema 'Digitale Welt' auseinander und machten sich Gedanken bezüglich ihrer Erfahrungen, Sorgen und prägenden Erlebnisse mit dieser. Nach der Erarbeitung dieser Aspekte viel das Gespräch auf die Unterschiede unserer digitalen Welt zu einer Welt ohne Digitalisierung. Dieses Gespräch sollte den Grundstein des Projekts legen. Gemeinsam überlegte die Gruppe verschiedene Szenarien, welche sie sich jeweils in einer digitalen und einer nicht digitalen Welt vorstellte. Ein Beispiel hierfür: Zwei Freundinnen gehen spazieren und wissen nach einiger Zeit den Weg nicht mehr. Wie reagieren sie? In einer digitalen Welt, würden sie vermutlich kurzer Hand ihr Handy zur Hilfe nehmen und sich bei Google Maps den Weg zeigen lassen. In einer Welt die frei von Digitalisierung ist, drehten die Freundinnen wohl eher um, um denselben Weg zurück zu laufen und sich nicht zu verirren.

Nachdem es der Gruppe gelungen war, mehrere solche Szenarien zu finden, verbanden sie diese zu einer Geschichte. Das Projekt bestand somit aus einer Geschichte, welche auf zwei verschiedene Weisen dargestellt wurde. In jeweils einer Welt mit und einer Welt ohne Digitalisierung. Die Geschichte diente als Möglichkeit, sowohl auf Chancen als auch auf Risiken einer digitalen Welt aufmerksam zu machen. Bei der Umsetzung der Geschichte entschied sich die Gruppe für eine selbst aufgenommene Fotogeschichte, in welcher sie die Rolle der Hauptdarsteller einnahmen. Nach drei Treffen und der erfolgreichen Umsetzung der entwickelten Idee, war das Projekt einsendebereit. Nicht nur die Kinder waren überzeugt von dem Ergebnis. Auch die Jury des Kinder- und Jugendpreis Thüringen 2018 fand Gefallen an dem Projekt und wählte es auf den dritten Platz der gesamten Verleihung. Es konnte der Gruppe somit gelingen, 1.000 € für den THEPRA Landesverband zu gewinnen, welche unser Fachbereichsleiter Thomas Schulz von dem Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow entgegen nahm. Von dem Geld werden beide Einrichtungen sich langgehegte Wünsche erfüllen. Um den Erfolg gebührend zu feiern, spendierte die THEPRA den beteiligten Kindern einen gemeinsamen Kinobesuch in Mühlhausen mit Popcorn für jeden und ermöglichte der Gruppe somit einen gelungenen Abschluss des Projekts.

Frau Wörner, Studentin - THEPRA Landesverband Thüringen e.V.